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StartseiteSport am WochenendePost an Rogge26.02.2010

Post an Rogge

Der Widerstand gegen Olympia 2018 in München formiert sich

Der bayerische Grünen-Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann hat sich soeben, knapp 500 Tage vor dem Vergabetermin der Olympischen Winterspiele für 2018, mit einem Brief an den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, gewandt. Darin begründet er seine Ablehnung des Vorhabens, das größte globale Wintersport-Spektakel in München und Garmisch zu veranstalten.

Von Thomas Purschke

Logo der Bewerbungsgesellschaft München 2018. (Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH)
Logo der Bewerbungsgesellschaft München 2018. (Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH)

Ludwig Hartmann, klima- und energiepolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im bayerischen Landtag, korrigiert in seinem Schreiben an IOC-Chef Rogge die Aussage des Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, gegen die Münchner Olympiabewerbung gebe es keinen nennenswerten Widerstand. Im Gegenteil habe sich der Protest gegen München 2018 formiert und wachse ständig an.

Bereits im Januar habe sich, so der Grünen-Politiker, unter der Plattform "NOlympia" ein breites Bündnis aus Umweltverbänden gebildet, dazugehören neben der Partei "Die Grünen" der Bund Naturschutz, die Gesellschaft für Ökologische Forschung sowie Wissenschaftler und andere Einzelpersonen. Inzwischen ist auch die Webseite "www.nolympia.de" freigeschaltet mit dem Ziel, über die negativen Folgen Olympischer Winterspiele in Zeiten des Klimawandels und die daraus entstehenden verhängnisvollen Eingriffe in Natur und Umwelt für München und die beteiligten Gemeinden Garmisch-Partenkirchen, Schönau am Königssee und Oberammergau zu informieren.

Dem Schreiben an Rogge hat Hartmann eine Stellungnahme des Bündnisses "NOlympia" beigefügt. Darin wird kritisiert, dass das IOC alle Risiken, Belastungen und Folgekosten Olympischer Spiele den Bewerber-Orten aufbürde. Das IOC arbeite mit "sittenwidrigen Knebelverträgen". Es gebe "wahnsinnige Straßenbauprojekte und explodierende Kosten", zugleich aber null Transparenz und keine demokratische Kontrolle.

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