
Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) dankte Krüger für dessen "unermüdlichen Einsatz für die politische Bildung und damit letztendlich für die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie". Dobrindt erklärte, mit Krüger an der Spitze habe die bpb den digitalen Wandel erfolgreich bestritten. Um neue Zielgruppen zu erschließen, hat die Bundeszentrale in den vergangenen Jahren verstärkt Online-Angebote entwickelt und ihre Präsenz in den Sozialen Medien ausgebaut. In einer Zeit, in der die Polarisierung der Gesellschaft zunehme, sei deren Arbeit für politische Bildung wichtiger denn je, betonte Dobrindt.
Krüger absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung und nahm dann ein Studium der Theologie auf. Anschließend war er Vikar. Er ist ein ehemaliger DDR-Bürgerrechtler. Als SPD-Politiker gehörte er in den 90er Jahren dem Berliner Senat und später dann dem Bundestag an. Als bpb-Präsident ab dem Jahr 2000 für neue Impulse in der politischen Bildung: So informiert etwa der "Wahl-O-Mat" seit 2002 regelmäßig vor Wahlen über die Programme der Parteien. In diesem Jahr wurde der "Wahl-O-Mat" den Angaben zufolge zur Bundestagswahl rund 26 Millionen Mal aufgerufen.
Nachfolger oder Nachfolgerin noch nicht bekannt
Der 66-jährige Krüger wird am 5. September in Berlin im Rahmen einer Konferenz in der Akademie der Künste am Brandenburger Tor offiziell verabschiedet. Wer ihm als Chef oder Chefin der bpb nachfolgt, ist bislang nicht bekannt. Zunächst übernimmt die Leiterin der Abteilung Förderung in der Bundeszentrale, Cemile Giousouf, seine "Vertretung", wie es auf der Internetseite der Bundeszentrale heißt.
Die 1952 gegründete Einrichtung ist eine nachgeordnete Behörde des Innenministeriums. Die Bundeszentrale veranstaltet Seminare, Festivals, Ausstellungen, Studienreisen und Weiterbildungen. Zudem veröffentlicht sie Sachbücher und mehrere Zeitschriften. Im Mittelpunkt der Aufgabe steht nach eigenen Angaben "die Förderung des Bewusstseins für Demokratie und politische Partizipation".
Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.