Türkei
Präsident Erdogan kündigt nach tödlichen Schüssen an Schulen strengere Waffengesetze an

Nach zwei tödlichen Schusswaffenangriffen an Schulen in der Türkei hat Präsident Erdogan eine Verschärfung des Waffenrechts angekündigt.

    Recep Tayyip Erdogan steht an einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon.
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (picture alliance / Anadolu / TUR Presidency / Mustafa Kamaci)
    Man werde neue gesetzliche Regelungen einführen, um den Besitz von Schusswaffen einzuschränken, erklärte Erdogan nach einer Kabinettssitzung. Zudem würden die Strafen bei nicht ordnungsgemäßer Sicherung von Waffen verschärft - insbesondere, wenn Kinder Zugang dazu hätten.
    Vergangene Woche hatte es in der Türkei zwei Angriffe an Schulen gegeben. Am Dienstag verletzte ein junger Mann an seiner ehemaligen Schule in der Provinz Sanliurfa mit einer Schusswaffe 16 Menschen. Am Mittwoch erschoss ein 14-Jähriger in der Stadt Kahramanmaras acht Schulkinder und einen Lehrer. Den Ermittlungen zufolge hatte er fünf Waffen dabei, die seinem Vater gehört haben sollen. Beide Täter Angreifer erschossen sich nach der Tat selbst.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.