
In einer Videobotschaft kündigte er vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen an. Er sagte, dies sei eine demokratische Entscheidung, denn sie gebe der Bevölkerung die Macht zurück, über ihre Zukunft zu entscheiden. Der konservative Präsident kann nun bis zu sechs Monate per Dekret regieren. Das ecuadorianische Verfassungsgericht hat sieben Tage Zeit, um einen Termin für Neuwahlen auszurufen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, umstellten nach der Ankündigung Lassos Sicherheitskräfte das Gebäude der Nationalversammlung in der Hauptstadt Quito und blockierten die Eingänge.
Das Parlament hatte zuletzt ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Staatschef Lasso angestrengt. Kritiker werfen ihm vor, von mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei der staatlichen Öl-Transportfirma Flopec gewusst, jedoch nicht eingegriffen zu haben. Der Präsident weist die Vorwürfe zurück.
Diese Nachricht wurde am 17.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
