Ukraine-Krieg
Präsident Selenskyj: Anlage in Tschernobyl-Sperrzone absichtlich getroffen

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Russland vorgeworfen, das Lager für abgebrannte Brennelemente in der Nähe des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl gezielt angegriffen zu haben.

    Das foto zeigt den ukrainischen Präsidenten, Wolodymyr Selenskyj.
    Der ukrainische Präsident Selenskyj wirft Russland einen gezielten Angriff auf ein Lager mit abgebrannten Kernelementen in der Nähe des Atomkraftwerks Tschernobyl vor. (IMAGO | TT)
    Es handle sich um einen "außerordentlich hinterhältigen" Angriff Moskaus auf kritische Infrastruktur, teilte er auf Telegram mit. Nach Angaben ukrainischer Behörden sind die Strahlungswerte rund um das beschädigte Gebäude stabil. Die Internationale Atomenergiebehörde kündigte an, die Anlage alsbald zu inspizieren. IAEA-Generaldirektor Grossi erklärte auf X, der Vorfall sei "äußerst besorgniserregend", da er sich in einer Liegenschaft ereignet habe, wo große Mengen an Kernmaterial gelagert seien.
    Angriffe auf derartige Anlagen seien völlig inakzeptabel und verstießen gegen zentrale Grundsätze der nuklearen Sicherheit während eines militärischen Konflikts.
    Diese Nachricht wurde am 07.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.