4. Jahrestag der russischen Invasion
Präsident Selenskyj betont ungebrochenen Widerstandswillen der Ukraine - "Koalition der Willigen" sichert weitere Unterstützung zu

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat am vierten Jahrestag der russischen Invasion den Widerstandswillen seines Landes bekräftigt.

    Eine Frau legt Blumen am Denkmal für die gefallenen ukrainischen Soldaten auf dem Unabhängigkeitsplatz ab, um dem vierten Jahrestag der russischen Invasion in Kiew zu gedenken.
    Gedenken in Kiew am vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine. (Efrem Lukatsky/AP/dpa)
    In einer Fernsehbotschaft erklärte Selenskyj, Kremlchef Putin habe die Ukraine nicht gebrochen. Er wandte sich auch per Video an das EU-Parlament. In Kiew sicherten EU-Ratspräsident Costa und Kommissionspräsidentin von der Leyen der Ukraine weitere Unterstützung zu. Gemeinsam mit mehreren Staats- und Regierungschefs nahmen sie an einer Gedenkzeremonie in der Sophienkathedrale teil. Nach einer Schaltkonferenz rief die sogennante "Koalition der Willigen" aus über 30 Ländern Russland zu einem Waffenstillstand auf. Die G7-Staaten unterstützten in einer Erklärung die Friedensbemühungen von US-Präsident Trump.
    Bundeskanzler Merz richtete sich in einer Botschaft an das ukrainische Volk. Es verteidige seine Freiheit mit unverwüstlichem Mut und Zuversicht, sagte Merz. Bei einem Friedensgebet in Berlin gedachten Bundespräsident Steinmeier und weitere Politiker der Opfer des Krieges.
    Der russische Präsident Putin warf der Ukraine am Jahrestag vor, den Friedensprozess zu sabotieren. Kreml-Sprecher Peskow räumte ein, dass Russland seine Ziele bisher nicht erreicht habe. Zudem sei aus dem Konflikt mit der Ukraine eine Konfrontation mit dem Westen geworden.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.