Russischer Angriffskrieg
Präsident Selenskyj bietet Kreml-Chef Putin persönliches Treffen an

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat dem russischen Staatschef Putin ein direktes Treffen für mögliche Friedensgespräche vorgeschlagen. In einem offenen Brief erklärte er, beide sollten die maßgeblichen Schlüsselfragen selbst besprechen. 

    Das Bild zeigt Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj in zwei nebeneinander montierten Fotos.
    Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj (dpa / Pool Sputnik Kr / Gavriil Grigorov)
    Kiew und Moskau als Ort für mögliche Unterredungen schloss Selenskyj indes aus und nannte als Alternativen die Schweiz, die Türkei oder einen der arabischen Staaten. Als ersten Schritt schlug er eine Waffenruhe entlang der jetzigen Frontlinie vor. Putin ging zunächst nicht direkt auf den Vorstoß ein. Auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg beharrte er abermals auf seinen Forderungen nach einer vollständigen russischen Kontrolle über die ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk. Am Rande der Veranstaltung brachte der Kreml-Chef zudem erneut eine Vermittlung durch US-Präsident Trump ins Gespräch. Heute will Putin auf der Veranstaltung eine Rede zur Weltpolitik und der wirtschaftlichen Lage seines Landes halten.

    Auswärtiges Amt kritisiert Anwesenheit von AfD-Politikern

    Zum Wirtschaftsforum im russischen St. Petersburg waren auch mehrere deutsche AfD-Politiker gereist. Darunter ist der stellvertretende AfD-Fraktionschef im Bundestag, Frohnmaier. Er sagte bei einer Diskussionsrunde, es sei nicht im deutschen Interesse, mit Russland keinen Handel zu treiben. Er kritisierte auch die westlichen Sanktionen.Kreml-Chef Putin sagte mit Blick auf die AfD, man werde mit den Leuten arbeiten, die mit Russland arbeiten wollten. Das Auswärtige Amt hatte der Partei ausdrücklich von einer Reise nach St. Petersburg abgeraten. Vor dem Hintergrund der russischen Angriffe auf die Ukraine den Eindruck von Normalität zu ​erwecken, laufe den außen- und sicherheitspolitischen Grundsätzen der Bundesregierung zuwider.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.