Jahrestag der russischen Invasion
Präsident Selenskyj pocht erneut auf EU-Beitritt der Ukraine

Ukraines Präsident Selenskyj hat am vierten Jahrestag der russischen Invasion den Widerstandswillen seines Landes untermauert.

    Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht in einer außerordentlichen Plenarsitzung im Europäischen Parlament in Brüssel über eine Videoverbindung zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine.
    Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht im Europäischen Parlament in Brüssel über eine Videoverbindung. (Marius Burgelman/AP/dpa)
    In einer Fernsehbotschaft sagte Selenskyj, Kremlchef Putin habe die Ukrainer nicht gebrochen. Moskau habe sein Ziel nicht erreicht. Selenskyj wandte sich auch per Videoansprache an das EU-Parlament. Nur gemeinsam mit Europa und den USA sei Frieden möglich. Zugleich sprach er sich für weitere Sanktionen gegen Russland aus und verlangte erneut ein konkretes Datum für einen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union. In Kiew nahmen EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und EU-Ratspräsident Costa an einer Gedenkveranstaltung teil. Dabei wurde der Ukraine weitere Unterstützung zugesuichert. In einer Erklärung hieß es, die Europäische Union bleibe der Hauptgeldgeber. Bundesverteidigungsminister Pistorius sagte im Deutschlandfunk, ein ausgehandelter Frieden sei nur durch eine Demonstration der Stärke möglich. Die Ukraine und ihre Unterstützer dürften nicht von diesem Kurs abweichen. Ähnlich äußerte sich Bundeskanzler Merz auf der Plattform X. Er schrieb, das Schicksal der Ukraine sei auch das Schicksal Deutschlands.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.