USA
Präsident Trump drängt amerikanische Öl–Konzerne zu Investitionen in Venezuela

Bei einem Treffen im Weißen Haus mit Führungskräften der US-Ölindustrie hat Präsident Trump Investitionen in Venezuela verlangt.

    Präsident Trump bei einem Treffens mit Führungskräften der Ölindustrie im East Room des Weißen Hauses. Im Vordergrund sind Journalisten. Sie heben ihre Arme, um eine Frage zu stellen.
    Präsident Trump bei einem Treffens mit Führungskräften der Ölindustrie im East Room des Weißen Hauses (AP / Alex Brandon)
    Als Vorgabe nannte er mindestens 100 Milliarden Dollar. Künftige Geschäfte würden direkt mit der Regierung in Washington vereinbart, nicht mit der in Caracas. Im Gegenzug stellte Trump den US-Ölkonzernen umfassende Sicherheitsgarantien in Venezuela in Aussicht.
    Der Chef von ExxonMobil, Woods, erklärte, unter den gegenwärtigen Umständen sei es unmöglich in Venezuela zu investieren. Allerdings könnte sich die Lage dort dank der US-Intervention ändern. Laut Trump soll Venezuela den USA künftig bis zu 50 Millionen Barrel Öl liefern. Mit den Einnahmen soll die Regierung in Caracas ausschließlich Produkte in den USA kaufen.
    Die US-Verbraucherorganisation "Public Citizen" bezeichnete die Absetzung von Venezuelas Präsidenten Maduro durch das US-Militär als gewalttätigen Imperialismus. Trumps Ziel bestehe offenbar darin, Milliardären die Kontrolle über das venezolanische Öl zu übergeben, hieß es.
    Die US-Streitkräfte beschlagnahmten heute auch einen weiteren Tanker, der venezolanisches Öl transportiert haben soll.
    Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.