Freitag, 16.04.2021
 
Seit 13:00 Uhr Nachrichten
StartseiteSport AktuellRamie Al-Masri - ein Kandidat ohne Altlasten02.11.2020

Präsidentenwahl im Box-WeltverbandRamie Al-Masri - ein Kandidat ohne Altlasten

Ramie Al-Masri tritt als Kandidat für die Präsidentschaftswahlen des Box-Weltverbandes an. Der international anerkannte Kampfrichter aus Deutschland hat einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten: Er gilt als Kandidat ohne Altlasten.

Von Heinz Peter Kreuzer

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Ein Boxer sitzt am Boxring, er wird vom Ringrichter für kampfunfähig erklärt. (imago sportfotodienst)
Das IOC fordert vom Box-Weltverband Reformen und eine neue Führung (imago sportfotodienst)
Mehr zum Thema

Umstrittener Präsidentschaftskandidat Rachimow IOC droht Box-Weltverband mit Olympia-Entzug

Ramie Al-Masri ist Kampfrichterobmann im Präsidium des Deutschen Box-Verbandes DBV. Als international anerkannter Kampfrichter ist er weltweit in der Boxszene vernetzt. Und im Gegensatz zu einigen seiner Konkurrenten, die noch nicht einmal Englisch sprechen, hat der IT-Unternehmer einen Kommunikationsvorteil. Al-Masri spricht sechs Sprachen. DBV-Präsident Erich Dreke ist überzeugt vom Kandidaten:

"Also das Wichtigste ist, dass er einen sauberen Sport auf den Weg bringen will. Also das heißt, er will jegliche Korruption und jegliche Bestechung gleich im Keim ersticken. Er will auf alle Fälle einen Sponsor gewinnen, um das Hauptproblem, die finanziellen Bedingungen, auf wesentlich bessere Füßen zu stellen."

IOC fordert Reformen und neue Führung

Einen weiteren Vorteil sieht Dreke darin, dass Al-Masri wie auch sein niederländischer Konkurrent Boris van den Vorst vom Internationalen Olympischen Komitee akzeptiert würde. Das IOC hatte den Box-Weltverband wegen Missmanagement im Finanzbereich, Korruption, Ethikverstößen, intransparenter Verbandsführung und Mängeln im Antidopingkampf suspendiert.

Umar Kremlev kandidiert als neuer Präsident für den Box-Weltverband AIBA. (imago images / ITAR-TASS) (imago images / ITAR-TASS)Machtkampf ums Präsidentenamt
Missmanagement, Korruption, Mängel im Anti-Dopingklampf: Mitte Dezember 2020 steht die Wahl eines neuen AIBA-Präsidenten an. Doch nicht alle Kandidaten stehen für einen Neuanfang.

Als Bedingung für eine Aufhebung der Suspendierung fordert das IOC Reformen und eine neue Führung ohne Altlasten. Das schließt die Wahl der vier Konkurrenten eigentlich aus.

"Sie alle gehören jetzt zum EC, waren also auch alle bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 dabei und haben die Manipulation nicht verhindert, manche haben sie sogar auch noch gefördert."

Eine Wahl des Russen Umar Kremlev, von Bienvenido Solano aus der Dominikanischen Republik, des Aserbaidschaners Süleyman Mikayilov und von Anas Al Otaiba aus den Vereinigten Arabischen Emirate würde die Suspendierung voraussichtlich verlängern.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk