Westafrika
Präsidentschaftswahl in Benin: Regierungskandidat erreicht offiziell 94 Prozent, Oppositionsbewerber räumt Niederlage ein

Im westafrikanischen Benin hat der Kandidat der Regierungsparteien die Präsidentschaftswahl nach offiziellen Angaben gewonnen.

    Ein Plakat zur Präsidentenwahl im Benin zeigt den Spitzenkandidaten der Regierungspartei, Wadagni, und Mariam Chabi Talata, die seine Stellvertreterin werden soll.
    Benins Finanzminister Wadagni dürfte der nächste Präsident werden (Archivbild). (AFP / OLYMPIA DE MAISMONT)
    Die Nationale Wahlkommission teilte in der Nacht mit, Finanzminister Wadagni habe rund 94 Prozent der Stimmen erhalten. Zuvor hatte der Bewerber der Opposition, der frühere Kulturminister Hounkpè, seine Niederlage eingeräumt. Er habe dem Wahlsieger gratuliert und sich angesichts des deutlichen Ergebnisses für ein verantwortungsbewusstes Vorgehen entschieden. Wadagni tritt die Nachfolge des scheidenden Staatschefs Talon an, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte. Unter Talon wuchs die Wirtschaft, zugleich gab es aber auch Einschränkungen politischer Freiheiten.
    In Benin waren am Sonntag wenige Monate nach einem vereitelten Militärputsch rund acht Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.