
Es gilt als sicher, dass der 82‑ jährige Staatschef Sassou-Nguesso im Amt bestätigt wird. Keinem der sechs Herausforderer werden Chancen auf Erfolg eingeräumt. Die Opposition gilt als zersplittert; zudem beklagt sie Benachteiligungen. Der tschadische Zentralafrika-Experte Remadji Hoinathy sagte der Nachrichtenagentur AP, die Wahlen dienten nur dazu, Macht ohne Konkurrenz zu legitimieren. Vor allem junge Kongolesen, die mit hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert sind, äußerten gegenüber Journalisten Frust und erklärten, sie würden sich nicht an der Abstimmung beteiligen.
Sassou-Nguesso regiert das erdölreiche Land mit rund 5,6 Millionen Einwohnern seit insgesamt 42 Jahren. Er ist damit der am drittlängsten amtierende Staatschef Afrikas nach den Präsidenten Äquatorialguineas und Kameruns, Teodoro Obiang und Paul Biya. Per Referendum wurden 2015 die Begrenzungen des Alters und der Amtszeit für Präsidenten der Republik Kongo aufgehoben.
Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
