Mittelamerika
Präsidentschaftswahl in Honduras: Manipulationsvorwürfe und Trump-Einmischung

Die Menschen in Honduras sind heute zur Wahl eines neuen Staatsoberhaupts aufgerufen.

    Honduras: Präsidentschaftskandidatin Rixi Moncada von der linken Partei LIBRE hält am 29. November in der Hauptstadt Tegucigalpa eine Pressekonferenz ab. Sie steht am Rednerpult vor einer Leinwand, auf der unter anderem ihr Vorname zu lesen ist.
    Honduras: Präsidentschaftskandidatin Rixi Moncada (AFP / MARVIN RECINOS)
    In dem mittelamerikanischen Land gelten drei Präsidentschaftsbewerber als aussichtsreich. Für die linksgerichtete Regierungspartei Libre tritt die frühere Verteidigungsministerin Moncada an. Gute Chancen werden auch dem früheren Vizepräsidenten Nasralla von der Liberalen Partei eingeräumt. Als einer der Favoriten gilt zudem der konservative Politiker Asfura, der von US-Präsident Trump unterstützt wird.
    Kurz vor der Wahl in Honduras kündigte Trump die Begnadigung des in den USA wegen Drogenhandels inhaftierten rechten Ex-Präsidenten Hernandez an. Zugleich versprach er US-Unterstützung für den Fall, dass Asfura gewählt wird, der für Hernandez' Nationalpartei antritt. Sollte der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa gewinnen, könne Honduras auf die Unterstützung der USA setzen, erklärte Trump. Andernfalls würde Washington kein Geld "verschwenden", schrieb Trump auf seiner Plattform "Truth Social". 
    Bereits vor der Wahl haben sich das Regierungs- und das Oppositionslager gegenseitig Wahlfälschungsabsichten unterstellt. Die Nachrichtenagentur AFP bezeichnet Honduras als eines der instabilsten Länder Lateinamerikas. Fast zwei Drittel der elf Millionen Einwohner lebten in Armut.
    Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.