
Weil keiner der insgesamt elf Kandidaten die absolute Mehrheit errang, wird eine Stichwahl nötig. In seiner Rede richtete Seguro einen Appell an "alle Demokraten, alle Progressiven und alle Humanisten". Er forderte sie auf, "sich uns anzuschließen, damit wir gemeinsam den Extremismus und diejenigen besiegen, die Hass und Spaltung unter den Portugiesen säen."
Ventura erklärte nach der Bekanntgabe der Ergebnisse, die Rechte in Portugal sei "so zersplittert wie nie zuvor". Die Portugiesen hätten ihm und seiner Partei jedoch die Führung übertragen. Der rechtsextreme Politiker rief die Wählerinnen und Wähler auf, keine "Angst vor Veränderungen" zu haben.
Erstmals seit 1986 wird bei der Wahl des Staatsoberhauptes in Portugal eine zweite Runde nötig sein. Seguro und Ventura treten am 8. Februar in der Stichwahl gegeneinander an. Amtsinhaber Rebelo de Sousa aus dem Mitte-Rechts-Lager durfte nicht mehr kandidieren.
Der Präsident hat in Portugal keine exekutiven Befugnisse, kann aber in Krisenzeiten das Parlament auflösen, Neuwahlen ausrufen oder den Regierungschef entlassen.
Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
