Medien
Presseverbände rufen Bundesregierung zur Untersützung eines freien und unabhängigen Journalismus auf

Die deutschen Presseverbände appellieren an die Politik, die Rahmenbedingungen für freien und unabhängigen Journalismus entschlossen zu verbessern.

    Kiosk Büdchen mit nationale und internationale Zeitungen
    "Gedruckt und digital leistet die Presse täglich einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwesen." (IMAGO / Michael Gstettenbauer / IMAGO / Michael Gstettenbauer)
    Eine freie Presse dürfe nicht erst dann vermisst werden, wenn sie fehle. Journalismus sei ein Frühwarnsystem der Demokratie. Er mache sichtbar, wo Vertrauen schwinde, wo staatliches Handeln funktioniere und wo Kontrolle notwendig sei. Gedruckt und digital leiste die Presse täglich einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwesen. Sie recherchiere, prüfe, informiere, ordne ein und decke Missstände auf. Keine digitale Plattform, kein Amtsblatt und keine Künstliche Intelligenz könnten diese Rolle ersetzen.
    Der Bundestag befasst sich morgen mit der Situation der lokalen Medien. Geplant ist eine vereinbarte Debatte zum Thema "Meinungsvielfalt und Bürgerbeteiligung – Lokalmedien als unverzichtbarer Baustein unserer Demokratie". Die Presseverbände fordern, die parlamentarischen Beratungen in konkrete politische Maßnahmen zu überführen. Gestern hatten sie zum zweiten Mal einen "Tag des Lokaljournalismus" ausgerufen, um die Bedeutung regionaler Berichterstattung für das Zusammenleben in Dorf- und Stadtgesellschaften hervorzuheben.
    Der Aufruf kommt vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), vom Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA), vom Medienverband der freien Presse (MVFP) und vom Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL).
    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.