Bildungsministerin
Prien (CDU) zu Schulpflicht: "Rütteln an diesem Grundfundament unseres Staates, ist eine gefährliche Entwicklung"

Bundesbildungsministerin Prien hat die Schulpflicht gegen Bestrebungen zu ihrer Aufweichung verteidigt.

    Karin Prien
    Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU). (Archivbild) (IMAGO / pictureteam / IMAGO / Matthias Gränzdörfer)
    Die Schulpflicht sei eine Errungenschaft des sozialen Rechtsstaats, durch die Kinder aus verschiedenen Milieus gemeinsam lernen könnten, sagte sie zum Abschluss der Bildungsministerkonferenz in München. An diesem Grundfundament des Staates zu rütteln, halte sie für eine gefährliche Entwicklung, führte die CDU-Politikerin aus. Kinder würden über die Schulen die Chance auf Bildung und Erziehung erhalten, damit sie einen erfolgreichen Bildungs- und Lebensweg beschreiten könnten. Das gelte insbesondere in einer Einwanderungsgesellschaft, in der es viele Kinder und Jugendliche gebe, die die Unterstützung der Schule in besonderem Maße brauchten.
    Hintergrund ist eine Initiative der Länder Thüringen und Sachsen-Anhalt im Bundesrat zum Erhalt der allgemeinen Schulpflicht. Die AfD Sachsen-Anhalt erklärt in ihrem Wahlprogramm für die Landtagswahl im September, eine Wahlfreiheit zwischen Schul- und Hausunterricht schaffen zu wollen.
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.