Gesetzentwurf angekündigt
Prien will Kommunen entlasten: Unterhaltsvorschuss nur noch bis zum 15. Lebensjahr

Bundesfamilienministerin Prien hat Einschnitte beim sogenannten staatlichen Unterhaltsvorschuss angekündigt. Die Politikerin sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, künftig solle der Vorschuss nur noch für Kinder bis zum 15. Lebensjahr gewährt werden.

    Karin Prien
    Bundesfamilienministerin Prien (CDU) (IMAGO / pictureteam / IMAGO / Matthias Gränzdörfer)
    Ihr Ministerium arbeite an einem entsprechenden Gesetzentwurf. Die CDU-Politikerin betonte, die Leistung habe sich zu einem der größten Kostenfaktoren für die Kommunen entwickelt. Geplant sei zugleich, säumige Zahler stärker zu sanktionieren. Wer etwa falsche Angaben mache, um Unterhaltszahlungen zu entgehen, dem könne künftig der Führerschein entzogen werden.
    Der Vorschuss wird vom Staat ausgelegt, wenn Partner nach einer Trennung keinen Unterhalt zahlen. Seit einer Reform im Jahr 2017 kann er für alle minderjährigen Kinder und ohne zeitliche Begrenzung beantragt werden.
    Bund und Länder hatten an alleinerziehende Elternteile zuletzt jährlich rund 3,2 Milliarden Euro an Unterhaltsvorschuss ausgezahlt.
    Diese Nachricht wurde am 12.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.