Interview
Privater Wohnungsbau-Lobbyverband blickt skeptisch auf geplante Änderungen im Baugesetzbuch

Das Bundeskabinett hat Änderungen im Baugesetzbuch beschlossen.

    Bauarbeiter auf einer Großbaustelle eines Mehrfamilienhauses.
    Das Bundeskabinett hat Änderungen im Baugesetzbuch beschlossen. (IMAGO / Sven Simon (Symbolbild))
    Die Einhaltung von Normvorschriften soll gelockert werden. Außerdem ist geplant, Natur- und Umweltgesetze in bestimmten Fällen hinter das Baurecht zurücktreten zu lassen. Auf diese Weise soll vor allem der Bau von Wohnungen vereinfacht und beschleunigt werden.
    Der Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Salewski, äußerte sich im Deutschlandfunk skeptisch. Die Änderungen im Baugesetzbuch könnten zu einem Vorteil werden. Allerdings hänge es von den Kommunen ab, die bei Bauprojekten die Planungshoheit hätten. Salewski betonte, der Bund gebe nur den Rahmen vor, der Wille zum Bauen müsse in den Kommunen aber auch vorhanden sein. Zudem sei die digitale Infrastruktur der öffentlichen Hand nach wie vor unterentwickelt.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.