
Auch zeigten einige Studien, dass das Risiko für Korruption steige, weil eben niemand mehr genau hinschaue, sagte die Professorin für Online- und Printjournalismus der TU Dortmund dem WDR. Ohne Öffentlichkeit fehle zudem die Entscheidungsbasis, und Menschen könnten sich nicht in dem Maße einbringen, wie es für eine lebendige Demokratie notwendig sei.
Allerdings stehe der Lokaljournalismus unter wirtschaftlichem Druck. Möhring sprach von einer "Abwärtsspirale": Wenn weniger Menschen Lokaljournalismus etwa über Abonnements kauften, sinke die Reichweite einer Zeitung, und dadurch sinke der Anzeigenpreis.
Der "Tag des Lokaljournalismus" fand zum zweiten Mal statt. Viele Redaktionen in Deutschland öffneten ihre Türen oder luden zu Diskussions- und Mitmachveranstaltungen ein. Der Tag wurde von der Mediengruppe Ippen initiiert und steht unter der Schirmherrschaft der deutschen Unseco-Kommission. Auf der Veranstalterseite heißt es, Lokaljournalismus sei demokratische Grundversorgung im Alltag. Ein eigener Tag setze ein Zeichen für Wertschätzung, Qualität und Zukunft.
In unserer Sendung "mediasres" geht es um neue Formate des Lokaljournalismus, etwa in Wuppertal.
In der Sendung "Streitkultur" diskutieren Medienwissenschaftler und Verleger Matthias Zehnder und Gerrit Bastian Mathiesen, Chefredakteur des Flensburger Tageblatts miteinander.
Auch in unserem Medienpodcast "Nach Redaktionsschluss" ist das Thema "Lokaljournalismus - Wie selbstverschuldet ist die Krise?"
Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
