Das Wochenendjournal 18.01.2020

ProstitutionBerlin auf dem StrichModeration: Anja Nehls

Beitrag hören Eine Prostituierte auf dem Straßenstrich Kürfürstenstraße in Berlin-Schöneberg (Imago/ Rolf Kremming)Straßenstrich in Schöneberg - das Statistische Bundesamt schätzt, dass in Deutschland jährlich 14,6 Milliarden Euro mit Prostitution umgesetzt werden (Imago/ Rolf Kremming)

Sex ist ein Geschäft. Allein in Berlin bieten schätzungsweise 8.000 Prostituierte ihre Dienste an. Kaum eine andere Stadt in Europa ist so liberal bei der Prostitution. Was für die einen vorteilhafte Zustände sind, ist für andere ein Ärgernis, für viele eine prekäre Situation.

Sie arbeiten überall: auf der Straße, in Parks, im Internet oder in Bordellen. Einen Sperrbezirk wie in vielen anderen großen Städten gab es in Berlin noch nie. Es gibt Prostituierte, die selbstbestimmt arbeiten und ihre Arbeit als ganz normalen Dienstleistungsjob anerkannt sehen wollen. Viele verkaufen ihren Körper aber auch aus Geldnot, um ihre Drogensucht zu finanzieren, oder sie sind Opfer von Zwangsprostitution und Menschenhandel.

88 Prozent waren schon einmal bei einer Prostituierten

Das Statistische Bundesamt schätzt, dass in Deutschland jährlich 14,6 Milliarden Euro mit Prostitution umgesetzt werden. Nach einer Umfrage der Zeitschrift Brigitte waren 88 Prozent der Männer in Deutschland mindestens einmal im Leben bei einer Prostituierten.

Sexarbeiter, Stricher, Aussteiger und Anwohner

Um die käufliche Liebe in Berlin, um Sexarbeiterinnen und Stricher und um das neue Prostituiertenschutzgesetz geht es bei uns im Wochenendjournal. Unsere Reporterin Anja Nehls spricht mit osteuropäischen Frauen, die an der Kurfürstenstraße ihre Dienste anbieten, mit Anwohnern, die mit dem ältesten Gewerbe der Welt vor der Tür leben müssen, mit Berlins bekanntester Prostituierten Felicitas Schirow, mit Aussteigerinnen, Politikern, die nach Lösungen suchen und Menschen, die ihre Hilfe anbieten.

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