Das Wochenendjournal 14.03.2020

Protest gegen AgrarwendeDie neuen BauernaufständeAm Mikrofon: Alexandra Gerlach

Beitrag hören Mit Traktoren demonstrieren Landwirte in Berlin. (dpa / Kay Nietfeld)Bauernproteste in Berlin (dpa / Kay Nietfeld)

Viele deutsche Bauern sind in Aufruhr. Seit Monaten demonstrieren sie lautstark mit Traktoren-Konvois und Kundgebungen gegen das neue Agrarpaket der Bundesregierung. Dabei geht es um strengere Auflagen für die Bodendüngung und Tierhaltung sowie um mehr Insektenschutz.

Die Bauern leiden unter ihrem schlechten Ruf, sagen sie. In der öffentlichen Diskussion fühlen sich viele mit Vorwürfen konfrontiert, sie würden das Wasser und die Böden vergiften, Tiere quälen und sich eine ökologischere Landwirtschaft stemmen. Doch die Landwirte haben dieses "Bauern-Bashing" und die Rolle des Sündenbocks satt. Längst sehen sich viele von ihnen in einer existentiellen Krise. Immer mehr Höfe geben auf oder sind gefährdet.

Auffallend viele junge Landwirte engagieren sich in dem Protest gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Mit ihrer Graswurzelbewegung "Land schafft Verbindung" suchen Sie auch den Kontakt zum Verbraucher. Sie wollen aufklären und informieren über ihre Arbeit und darüber, dass eine Agrarwende nur dann Erfolg haben kann, wenn der Konsument bereit ist, auch mehr für Lebensmittel an der Theke auszugeben. 

Alexandra Gerlach war für das Wochenendjournal bei Bauern in Sachsen unterwegs und hat sich außerdem bei Verbrauchern und in der Politik umgehört.

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