WDR
Protest gegen Aus des Radioprogramms "Cosmo" wird lauter

Der Protest gegen das Aus des interkulturellen und mehrsprachigen Radioprogramms Cosmo wird lauter.

    Das Logo von Cosmo - das internationale und interkulturelle Hörfunkprogramm des Westdeutschen Rundfunks
    Das Logo des Hörfunkprogramms Cosmo, WDR (picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    500 migrantische Organisationen forderten in einem offenen Brief an die Verantwortlichen des Westdeutschen Rundfunks und der ARD eine Zukunft für das Programm. Parallel gab das Elektronik-Duo "Mouse on Mars" einen Preis an den WDR zurück. Die Musiker nannten die Abwicklung von Cosmo einen "verheerenden Rückschritt in Zeiten reaktionären Denkens". Auch der Deutsche Musikrat positionierte sich klar und betonte, dass migrantische Stimmen und Perspektiven ein Anrecht auf Präsenz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben. Bereits über 100.000 Menschen beteiligen sich an einer Online-Petition für den Erhalt der Welle, darunter prominente Kulturschaffende wie İlker Çatak, Peter Fox oder die Band AnnenMayKantereit.
    Cosmo soll im April 2027 durch das Format "1LIVE Street" ersetzt werden. Die WDR-Führung argumentiert, Cosmo sei nicht mehr zeitgemäß, die Themen der Welle würden aber andere Plätze im Programm finden.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.