
Vor dem Gebäude der Wahlkommission kündigten die Oppositionsführer Tepic und Aleksic an, in einen Hungerstreik zu treten, bis die Ergebnisse annulliert würden. Bei der vorgezogenen Parlaments- und Kommunalwahl in vielen Städten, darunter Belgrad, hatte die Serbische Fortschrittspartei von Präsident Vucic Siege errungen. In Belgrad fiel er knapp aus. Medien berichteten von Autobussen, die Menschen aus dem serbischen Teil Bosnien-Herzegowinas nach Belgrad gebracht hätten, wo sie an der Wahl teilgenommen haben sollen. Vucic und seine Partei bestreiten die Vorwürfe.
Eine internationale Beobachtermission aus Vertretern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, des Europäischen Parlaments und des Europarats berichtete indes von einer Reihe von Unregelmäßigkeiten - darunter Fälle von Gewalt, Stimmenkauf und ein Füllen der Wahlurnen mit gefälschten Stimmzetteln.
Diese Nachricht wurde am 18.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
