Seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Donnerstag, 24.09.2020
 
Seit 04:05 Uhr Radionacht Information
StartseiteKulturfragenAusverkauf der öffentlichen Kunstsammlungen? 23.11.2014

Protest in der KunstweltAusverkauf der öffentlichen Kunstsammlungen?

Der Verkauf von zwei bedeutenden frühen Andy-Warhol-Gemälden durch das Land Nordrhein-Westfalen hat zu massiven Protesten aus der Kunstwelt geführt. Dabei wurde auch die Frage nach der Verantwortung der öffentlichen Hand für den Kunstbesitz aufgeworfen. Der Direktor des Kunstmuseums Bonn Stephan Berg zählt zu den Kritikern des Verkaufs.

Stephan Berg im Gespräch mit Stefan Koldehoff

Die Andy Warhol Kunstwerke (l-r) "Triple Elvis" (1963) und "Four Marlon" (1966). Die Westdeutschen Spielbanken wollen in New York zwei ihrer wichtigsten Bilder versteigern lassen und erhoffen sich dafür 100 Millionen Euro. (dpa / Christie's/The Andy Warhol Found)
Die Andy Warhol Kunstwerke (l-r) "Triple Elvis" (1963) und "Four Marlon" (1966) wurden in New York versteigert. (dpa / Christie's/The Andy Warhol Found)
Weiterführende Information

Warhol-Auktion - Gestörtes Verhältnis zur Hochkultur
(Deutschlandfunk, Kommentar, 13.11.2014)

Warhol-Verkäufe - "Es ging um eine Form von Dekorierung", Andreas Bialas (SPD) im Interview
(Deutschlandfunk, Interview, 24.10.2014)

Die erzielten 120 Millionen Euro aus dem Bilderverkauf sollen nicht Museen, sondern den maroden Spielbanken in Landesbesitz zugutekommen. Weitere Verkäufe aus dem Besitz der Landesbank NRW schließt der Finanzminister ausdrücklich nicht aus.

Auch der Westdeutsche Rundfunk, der massive Einsparungen vornehmen muss, hat in dieser Woche angekündigt, seine Kunstsammlung - darunter Bilder von Ernst Ludwig Kirchner und Max Beckmann - zu verkaufen. Zu den 26 Museumsdirektoren, die gegen diese Entwicklung protestiert und davor gewarnt haben, dass bald auch die Kunstmuseen betroffen sein könnten, zählt Professor Stephan Berg, Intendant und Direktor des städtischen Kunstmuseums Bonn.

Das Kulturgespräch mit Stephan Berg können Sie mindestens fünf Monate nachhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk