Tödliche Polizeischüsse
Protest in Oldenburg: Hunderte Menschen erinnern an Lorenz A.

Ein Jahr nach tödlichen Polizeischüssen auf einen 21-Jährigen in Oldenburg haben in der niedersächsischen Großstadt hunderte Menschen an ihn erinnert.

    Oldenburg: Demonstranten bei der Kundgebung ein Jahr nach den tödlichen Polizeischüssen auf den 21-jährigen Lorenz A.
    Kundgebung in Oldenburg ein Jahr nach tödlichen Polizeischüssen. (dpa / Izabela Mittwollen)
    Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet, kamen etwa 1.000 Menschen zusammen. Oberbürgermeister Krogmann habe den Hinterbliebenen sein Mitgefühl ausgesprochen, ebenso Niedersachsens Innenministerin Behrens und der Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, Sagehorn.
    Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Es stand der Vorwurf im Raum, dass die Schüsse auf den Schwarzen einen rassistischen Hintergrund gehabt haben könnten. Der damals 21-jährige Lorenz A. starb laut Obduktionsergebnis im April des vergangenen Jahres durch drei Polizeikugeln. Die Staatsanwaltschaft erhob im November Anklage gegen den Schützen wegen fahrlässiger Tötung. Der Beamte sei davon ausgegangen, mit einem Messer angegriffen zu werden. Zum Zeitpunkt der Schussabgabe habe aber keine akute Notwehrsituation bestanden.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.