Iran
Proteste gegen die Staatsführung halten an

Im Iran halten die Proteste gegen die islamistische Staatsführung an.

    Eine Protestaktion vor einem Geschäft in der iranischen Stadt Kermānschāh.
    Iraner versammeln sich und blockieren eine Straße in der Stadt Kermānschāh. (IMAGO / Middle East Images / IMAGO / Kamran)
    Trotz des gewaltsamen Vorgehens der Einsatzkräfte versammelte sich gestern Abend erneut eine große Menschenmenge in der Hauptstadt Teheran. Exilsender zeigten auch Bilder aus anderen Städten, darunter Maschhad im Osten des Landes und Täbris im Norden. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sollen iranische Sicherheitskräfte in der Stadt Baharestan 100 Demonstranten festgenommen haben. Seit Beginn der Protestwelle vor fast zwei Wochen wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights mit Sitz in Norwegen mehr als 50 Demonstranten getötet. In anderen Berichten ist von mehr als 200 Toten die Rede. Außerdem gebe es viele Festnahmen.
    Wie die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtet, ist das Internet im Iran für die Bevölkerung weiterhin abgeschaltet. Ausnahmen gelten demnach nur für Sicherheitskräfte und Staatsmedien.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.