
Die mehrfachen Olympiasieger Francesco Friedrich (Bob) und Ronald Rauhe (Kanu) warnten vor einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeiten deutscher Sportler bereits im kommenden Jahr.
Im Bundeshaushalt 2024 des Finanzministeriums sind Streichungen von etwa zehn Prozent der Mittel für den Spitzensport vorgesehen, von rund 303 auf etwa 276 Millionen Euro. Die Haushaltspläne werden in dieser Woche in den Bundestag eingebracht.
Renommierte Forschungseinrichtungen besonders betroffen - weitere Gespräche angekündigt
Besonders kritisiert werden die geplanten Kürzungen für zwei Forschungseinrichtungen, die Athleten wissenschaftlich und technisch unterstützen. Das Institut für angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig und das Berliner Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) waren an rund drei Viertel der zuletzt gewonnen Olympiamedaillen deutscher Athleten beteiligt, beispielsweise im Bob-, Kanu- und Bahnrad-Sport. Zuvor hatte bereits der DOSB als Protest gegen die geplanten Finanzkürzungen eine Kampagne namens "Sport ist Mehrwert" gestartet.
Der Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestags, Ullrich, kündigte weitere Verhandlungen an. Der SPD-Politiker und ehemalige Biathlet berichtete bereits von ersten Gesprächen. Er forderte, den gesellschaftlichen Wert des Sports wieder in den Mittelpunkt zu rücken.
Diese Nachricht wurde am 05.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
