Indonesien
Proteste halten trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen an

Angesichts der seit Tagen anhaltenden Proteste in Indonesien haben die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

    Soldaten der Armee bereiten sich auf ihren Einsatz in Jakarta vor nach anhaltenden Protesten.
    Seit Tagen gehen Menschen in verschiedenen Städten Indonesiens auf die Straße, um gegen die Einführung hoher Zulagen für Abgeordnete zu protestieren. (Tatan Syuflana/AP/dpa)
    Dennoch kam es erneut zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von Auseinandersetzungen in der Stadt Gorontalo auf der Insel Sulawesi sowie in Bandung auf der indonesischen Hauptinsel Java. Vor dem Parlament in Jakarta sind seit gestern Abend gepanzerte Fahrzeuge postiert. Schulen und Universitäten halten ihren Unterricht online ab, die Beamten der Hauptstadt sollen vorzugsweise von zu Hause aus arbeiten.
    Die zunächst friedlichen Proteste hatten vergangene Woche begonnen und richten sich vor allem gegen Privilegien von Abgeordneten. Seit Freitag gab es in Jakarta und weiteren Städten des südostasiatischen Landes auch gewaltsame Ausschreitungen. Bislang kamen nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen ums Leben.
    Diese Nachricht wurde am 01.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.