Teheran
Proteste im Iran halten an

Im Iran halten die Proteste gegen die islamistische Staatsführung an.

    Eine Demonstration in Berlin aus Solidarität mit den Protesten im Iran
    Eine Demonstration in Berlin aus Solidarität mit den Protesten im Iran (Archivbild) (AP / Ebrahim Noroozi)
    Trotz des gewaltsamen Vorgehens der Einsatzkräfte versammelte sich gestern Abend erneut eine große Menschenmenge in der Hauptstadt Teheran. Exilsender zeigten auch Bilder aus anderen Städten, darunter Maschhad im Osten des Landes und Täbris im Norden. Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, rief die Demonstranten dazu auf, die Innenstädte einzunehmen. Wegen der landesweiten Internetsperre ist das genaue Ausmaß der Proteste unklar. In den Staatsmedien hieß es, in den meisten Städten des Landes habe Ruhe geherrscht.
    Die Armee forderte die Bürger auf, wachsam zu sein, um Zitat "Pläne des Feindes" zu vereiteln.
    Seit Beginn der Protestwelle vor fast zwei Wochen wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights mit Sitz in Norwegen mehr als 50 Demonstranten getötet. In anderen Berichten ist von mehr als 200 Toten die Rede. Außerdem gebe es viele Festnahmen.
    Die USA drohten indes dem Regime damit, zugunsten der Bevölkerung einzugreifen.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.