Samstag, 19.10.2019
 
Seit 11:05 Uhr Gesichter Europas
StartseiteSport AktuellStreit zwischen NBA und China eskaliert07.10.2019

Proteste in HongkongStreit zwischen NBA und China eskaliert

Ein Tweet des Managers der US-Basketball-Mannschaft Houston Rockets sorgt in China für Verstimmung. Daryl Morey hatte auf Twitter seine Solidarität mit der Protestbewegung in Hongkong bekundet. Die indirekte Kritik an der kommunistischen Führung Chinas dürfte dem NBA-Club teuer zu stehen kommen.

Von Torben Ostermann

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Ein Spieler des NBA-Teams Houston Rockest trifft Fans in China Foto: MAXPPP  (MAXPPP)
Die Houston Rockets, hier Topstar James Harden bei einem Werbeauftritt, haben Probleme in China (MAXPPP)
Mehr zum Thema

Proteste gegen China

Maskierungsverbot in Hongkong Politische Bankrotterklärung

Der Tag mit Liane Bednarz Proteste in Hongkong: Was sollte Europa tun?

"Fight for Freedom – Stand with Hong Kong" – Kämpft für die Freiheit, unterstützt Hongkong. Eine Grafik mit diesen Worten veröffentlichte Daryl Morey, der Manager des US-Basketballteams Houston Rockets, auf Twitter. Die Folge: ein handfester Streit zwischen dem amerikanischen Basketballverband NBA und der chinesischen Führung.

Die indirekte Kritik an der kommunistischen Führung Chinas dürfte dem texanischen Basketball-Club teuer zu stehen kommen: Der staatliche chinesische Basketballverband beendete umgehend die Zusammenarbeit mit dem NBA-Team. Ein Großbank aus Shanghai kündigte zudem einen lukrativen Sponsoring-Deal mit den Rockets auf.

Morey ruderte schnell zurück

Daryl Morey dürfte schnell klar gewesen sein, welche Reaktionen sein Tweet haben werde. Schnell löschte er seine Solidaritätsbekundung für Hongkong und richtete entschuldigende Worte an China. Er habe nicht die Absicht gehabt, seine Freunde in China zu beleidigen, so Morey.

Die NBA-Führung distanzierte sich umgehend vom Manager der Houston Rockets, dieser repräsentiere nicht die Meinung des US-Basketballverbands. Die NBA hat großes wirtschaftliches Interesse an guten Beziehungen zu China. Basketball war lange Zeit Chinas beliebtester Sport und die NBA hat große Anstrengungen unternommen, um das Publikum dort mit einem Markt mit Hunderten Millionen Fans zu fördern.

Bereits Reaktionen aus der Politik

Der Streit zwischen der NBA und China hat mittlerweile auch Reaktionen aus der Politik hervorgerufen. Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Julian Castro sagte, die USA müssten sich für die Demokratiebewegung in Hongkong einsetzen und es nicht zulassen, dass amerikanische Bürger von einer autoritären Regierung gemobbt werden. Rick Scott, republikanischer Senator aus Florida, bezeichnete das Agieren der NBA als so wörtlich "absoluten Witz".

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk