Nach tödlichen Schüssen
Proteste und Mahnwache in Minneapolis - Obama: Werte der Nation werden zunehmen angegriffen

Nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis haben erneut Hunderte Menschen gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE protestiert.

    Menschen protestieren in Minneapolis gegen die Einsätze der ICE-Behörde und halten Transparente hoch.
    Die Proteste in Minneapolis dauern an. (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Jon Putman)
    Demonstranten zogen durch mehrere Stadtviertel. Vor dem Wohnhaus des getöteten 37-Jährigen wurde eine Mahnwache abgehalten. Auch in Chicago, New York und anderen Städten gab es Demonstrationen. Der US-Bürger war am Samstag von einem Grenzschutzpolizisten erschossen worden. Nach Darstellung des Heimatschutzministeriums handelte es sich um Notwehr. Videos belegen diese Darstellung allerdings nicht. US-Präsident Trump kündigte eine Überprüfung des Vorfalls an.
    Der frühere US-Präsident Obama erklärte, die Tragödie in Minneapolis müsse ein Weckruf sein für jeden Amerikaner unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Die Demokraten kündigten bereits an, im Kongress Haushaltsmittel zu blockieren, die für die Einwanderungsbehörde ICE vorgesehen sind. Dann könnte ein sogenannter Shutdown drohen.
    Bereits Anfang des Monats hatte in Minneapolis ein ICE-Beamter eine Frau in ihrem Auto erschossen.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.