Dresden
Prozess gegen mutmaßliche NSU-Unterstützerin beginnt

Vor dem Oberlandesgericht Dresden hat der Prozess gegen eine mutmaßliche Vertraute der NSU-Terroristin Beate Zschäpe begonnen.

    Der Erinnerungsort für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) auf dem Beethovenplatz am Thüringer Landtag
    Der Erinnerungsort für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) auf dem Beethovenplatz am Thüringer Landtag (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Der Generalbundesanwalt legt der Frau neben der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung auch Beihilfe zur besonders schweren räuberischen Erpressung zur Last. - Zum Auftakt der Verhandlung äußerte sie sich nicht zu den Vorwürfen.
    Der Anklage zufolge soll die Frau von den rassistisch motivierten Morden des NSU gewusst und Zschäpe ihre Krankenkassenkarte und ihre Personalien zur Verfügung gestellt zu haben. Zudem soll sie bei Abholung eines Wohnmobils mitgewirkt haben, das der NSU bei einem Raubüberfall verwendete.
    Die rechtsextremistische Terrorzelle verübte jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Opfer waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin.
    Diese Nachricht wurde am 06.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.