
Die Verteidigung betonte zum Auftakt, ihr heute 21-jähriger Mandant sei kein pädophiler Sadist. Sie kündigte an, auch das gesellschaftliche Problem eines nahezu unkontrollierten Internets zu thematisieren. Die Opferseite reagierte empört. Alle seien psychisch labile Kinder und Jugendliche gewesen, sagte ein Anwalt. Sie hätten im Netz Hilfe gesucht. Man werde Versuchen entgegentreten, ihnen eine Mitschuld zu geben.
Der Angeklagte, der im Netz als "White Tiger" bekannt ist, soll als Mitglied eines Sadisten-Netzwerks über Jahre Kinder gequält und eines von ihnen in den Tod getrieben haben. Der Gruppe wird vorgeworfen, über Foren etwa zum Thema Suizid, über Soziale Medien oder Online-Computerspiele Opfer gesucht zu haben. Sie täuschte den Kindern Verständnis vor, machte sie emotional abhängig und beschaffte sich kompromittierendes Material. Dann erpresste sie Selbstverletzungen und sexuelle Handlungen.
Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
