Russland
Prozess in Moskau gegen Düsseldorfer Karnevals-Wagenbauer Tilly erneut verschoben

In der russischen Hauptstadt Moskau ist der Prozess gegen den Düsseldorfer Karnevals-Wagenbauer Jacques Tilly erneut verschoben worden.

    Der russische Praesident Wladimir Putin spiesst den Hoppeditz mit einem Schwert auf. Die Düsseldorfer Karnevalsfigur wiederum schlägt dem in Militaeruniform gekleideten Putin mit einer Narrenpritsche auf den Kopf.
    Der Mottowagen im Düsseldorfer Rosenmontagszug zum Verfahren gegen Tilly: Putin spiesst den Hoppeditz auf. (picture alliance / epd-bild / Hans-Juergen Bauer)
    Eine für heute geplante erste Anhörung wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft mit dem Argument abgesagt, dass die neue Anklagevertreterin mehr Zeit benötige, um sich in den Fall einzuarbeiten. Ein neuer Termin wurde für den 2. April angesetzt.
    Die Moskauer Justiz wirft Tilly vor, mit seinen russlandkritischen Wagen religiöse Gefühle der Menschen zu verletzen und die russischen Streitkräfte zu diskreditieren. Tilly droht eine langjährige Haftstrafe. Allerdings liefert Deutschland seine Staatsbürger nicht nach Russland aus. Menschenrechtler sehen in dem Prozess ein weiteres Vorgehen der russischen Regierung gegen die Meinungsfreiheit.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.