
Der damalige Chef des Autobahnbetreibers wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. In dem Prozess waren 57 Personen angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft forderte für sie insgesamt 400 Jahre Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung der Verkehrssicherheit und Urkundenfälschung. Bei den Beschuldigten handelt es sich überwiegend um Führungskräfte des Autobahnbetreibers und um Angestellte des italienischen Verkehrsministeriums.
Am 14. August 2018 hatte ein Pfeiler der Morandi-Brücke nachgegeben. Die Fahrbahn brach auf einer Strecke von 200 Metern ein. Dabei wurden Autos und Lastwagen in die Tiefe gerissen. 43 Menschen starben.
Grund für den Einsturz waren nach einem Expertenbericht schwere Schäden an der Brücke wegen ausgebliebener oder mangelhafter Wartungsarbeiten.
Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
