
Der damalige Chef des Autobahnbetreibers wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu zwölf Jahren Haft verurteilt, der für die Instandhaltung zuständige Manager erhielt eine Strafe von elf Jahren. Auch 30 weitere Personen wurden wegen verschiedener Anklagepunkte schuldig gesprochen. In dem Prozess waren insgesamt 57 Personen angeklagt worden, überwiegend Führungskräfte des Autobahnbetreibers und Angestellte des italienischen Verkehrsministeriums. An der Urteilsverkündung nahmen zahlreiche Angehörige von Opfern teil.
Am 14. August 2018 hatte ein Pfeiler der Morandi-Brücke nachgegeben. Die Fahrbahn brach auf einer Strecke von 200 Metern ein. Dabei wurden Autos und Lastwagen in die Tiefe gerissen. 43 Menschen starben.
Grund für den Einsturz waren nach einem Expertenbericht schwere Schäden an der Brücke wegen ausgebliebener oder mangelhafter Wartungsarbeiten.
Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
