Brasilien
Prozess um Dammbruch mit mehr als 270 Toten hat begonnen

Sieben Jahre nach einem Dammbruch in Brasilien mit mehr als 270 Toten hat der Strafprozess gegen mehrere Beschuldigte begonnen.

    Eine giftige Schlammlawine hat Teile des brasilianischen Dorfes Paracatu de Baixo im Bundesstaat Minas Gerais begraben.
    Sieben Jahre nach Dammbruch in Brasilien beginnt der Prozess gegen mehrere Beschuldigte. (AFP / Douglas Magno)
    Vor dem Obersten Bundesgericht in Belo Horizonte sind 16 ehemalige Mitarbeiter des Bergbaukonzerns Vale und einer brasilianischen Tochterfirma des deutschen TÜV Süd angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, den Damm trotz Sicherheitsbedenken errichtet beziehungsweise dessen Stabilität zertifiziert zu haben. Die Angeklagten bestreiten dies. Vor dem Gerichtgebäude versammelten sich Angehörige von Opfern des Unglücks.
    Am 25. Januar 2019 war an einer Eisenerzmine im Bundesstaat Minas Gerais der Damm eines Rückhaltebeckens eingebrochen. Eine Lawine mit 11,7 Millionen Kubikmetern Schlamm rollte ein Tal hinunter und zerstörte einen Teil des Ortes Brumadinho. Der giftige Schlamm verursachte zudem erhebliche Umweltschäden.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.