Österreich
Prozess um geplanten Anschlag auf Taylor-Swift-Konzert in Wien beginnt heute

In Österreich beginnt heute der Prozess gegen zwei Mitglieder einer mutmaßlichen Terrorzelle, die unter anderem einen Anschlag am Rande eines Konzerts der US-Sängerin Taylor Swift geplant haben soll.

    Bei der Pressekonferenz wird ein Foto des jungen Mannes gezeigt, der zwei große Messer vor der Brust kreuzt. Sein Gesicht ist verpixelt. Im Vordergrund unscharf eine Fernsehkamera.
    Archivbild: Ein Foto des Tatverdächtigen wird auf einer Pressekonferenz der Polizei in Wien gezeigt. (picture alliance / APA / picturedesk.com / Roland Schlager)
    Bei einem der Angeklagten vor dem Landesgericht Wiener Neustadt handelt es sich um einen 21-jährigen Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln. Er wollte laut der Anklage mit einem Auto in vor der Konzerthalle wartende Besucher rasen und mit Sprengstoff sowie Hieb- und Stichwaffen möglichst viele Menschen töten. Alle drei Konzerte der Musikerin in Wien im Jahr 2024 waren damals angesichts der Bedrohungslage abgesagt worden.
    Ein ebenfalls 21-jähriger zweiter Angeklagter wollte nach Auffassung der Staatsanwaltschaft einen Anschlag in Istanbul verüben, hat aber mit den Plänen für das Swift-Konzert nicht direkt etwas zu tun. Justizangaben zufolge waren die beiden Verdächtigen Anhänger der IS-Terrormiliz. Sie sollen zusammen mit einem dritten Verdächtigen, der in Saudi-Arabien in Haft sitzt, eine Terrorzelle gebildet und weitere Anschläge geplant haben.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.