Österreich
Prozess um geplanten Anschlag auf Taylor-Swift-Konzert in Wien hat begonnen - Angeklagter will gestehen

In Österreich hat der Prozess gegen zwei Mitglieder einer mutmaßlichen Terrorzelle begonnen, die unter anderem einen Anschlag auf ein Konzert der US-Künstlerin Taylor Swift geplant haben soll.

    Die Polizei bereitet sich im Bezirksgericht Wiener Neustadt in Niederösterreich auf den Prozess gegen zwei Terrorverdächtige vor, von denen einer im August 2024 einen Anschlag auf ein Konzert von Superstar Taylor Swift in Wien geplant haben soll.
    Österreich: Prozess um mutmaßlichen Anschlag auf Taylor-Swift-Konzert in Wien (AP / dpa / Matthias Schrader)
    Bei einem der Angeklagten vor dem Landesgericht Wiener Neustadt handelt es sich um einen 21-jährigen Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen Anschlag am Rande eines Konzerts von Taylor Swift im August 2024 in Wien geplant zu haben. Der Mann will laut seiner Verteidigung ein Geständnis ablegen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft wollt er mit einem Fahrzeug in eine Gruppe von Swift-Fans vor der Konzerthallle rasen und anschließend mit einem Sprengsatz und Stichwerkzeugen möglichst viele Menschen töten. Alle drei Konzerte der Musikerin in der österrreichischen Hauptstadt waren damals angesichts der Bedrohungslage abgesagt worden.
    Vor Gericht steht auch ein weiterer ebenfallls 21-jähriger Angeklagter, der aber nicht direkt in diesen Anschlagsplan verwickelt gewesen sein soll. Justizangaben zufolge waren beide Verdächtige Anhänger der IS-Terrormiliz. Sie sollen zusammen mit einer dritten Person, der mittlerweile in Saudi-Arabien in Haft sitzt, eine Terrorzelle gebildet und mehrere weitere Attentate geplant haben.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.