Argentinien
Prozess wegen Angriff auf Ex-Präsidentin Kirchner begonnen

In Argentinien hat ein Prozess zum gescheiterten Attentat vor zwei Jahren auf die damalige Vizepräsidentin Kirchner begonnen.

    Eine Richterin sitzt zwischen zwei männlichen Kollegen an einem Richtertisch.
    Zwei Jahre nach dem versuchten Mordanschlag auf die damalige Vizepräsidentin Argentiniens, Cristina Fernandez de Kirchner, hat in Buenos Aires der Prozess gegen den Attentäter begonnen. (AFP / LUIS ROBAYO)
    Angeklagt sind in Buenos Aires drei Personen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte der Hauptangeklagte im September 2022 vor Kirchners Wohnung in der Hauptstadt auf die Politikerin schießen wollen; doch war keine Kugel in der Pistole. Anhänger Kirchners rangen den Mann nieder und übergaben ihn der Polizei. Der Festgenommene gab politische Gründe für den Anschlagsversuch an. Bei den beiden anderen Angeklagten handelt es sich um die Freundin und einen Komplizen des Attentäters; ihnen wird Beihilfe vorgeworfen. Zu dem Prozess sind mehr als 270 Zeugen geladen; das Verfahren dürfte rund ein Jahr dauern.
    Kirchner ist in Argentinien so populär wie umstritten. Die Galionsfigur der linken Peronisten war von 2007 bis 2015 Präsidentin. Zum Zeitpunkt des gescheiterten Attentats war sie Vizepräsidentin von Staatschef Fernández.
    Diese Nachricht wurde am 27.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.