Griechenland
Prozess zum Zugunglück mit 57 Toten begonnen

Mehr als drei Jahre nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte Griechenlands hat der Prozess gegen 36 Angeklagte begonnen.

    Kerzen, Blumen und Fotos als Zeichen der Trauer am Bahndamm bei Tempi, Griechenland, wo das Zugunglück 2023 stattfand.
    Nacht dem Zugunglück mit 57 Toten in Tempi, Griechenland, beginnt der Prozess gegen die Angeklagten. (picture alliance/ANE/Eurokinissi/Leonidas Tzeka)
    Die Verhandlung wurde in der Stadt Larisa eröffnet. Neben Bahnmanagern und Beamten muss sich auch der diensthabende Bahnhofsvorsteher der Unglücksnacht vor Gericht verantworten. Zudem sollen mehr als 350 Zeugen aussagen.
    Am 28. Februar 2023 war in Tempi in der Nähe von Larisa ein Passagierzug frontal mit einem Güterzug zusammengeprallt - 57 Menschen starben. Die Regierung von Ministerpräsident Mitsotakis führte den Unfall auf menschliches Versagen und schwerwiegende strukturelle Mängel bei der griechischen Bahn zurück. Sie steht wegen ihres Umgangs mit dem Unglück aber auch selbst in der Kritik.
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.