Die Stäbchen aus Titan sind so dünn wie eine Stecknadel und knapp einen Zentimeter lang. Beschichtet sind die kleinen Nadeln mit radioaktivem Material, mit Jod oder Palladium. Der Patient erlebt das Einbringen der Stäbchen unter Vollnarkose. Nicht weil dies ein so schwerer medizinischer Eingriff ist, sondern damit er völlig ruhig gestellt werden kann, erläutert der Urologe Dirk Scheer.
" Es werden je nach Größe der Prostata und natürlich auch je nach Krebsart ca. 50-80 Seeds pro Patient während der Operation in die Prostata eingebracht. (...) Und unter Ultraschallkontrolle werden dann die Seeds implantiert. "
Dort geben sie dann monatelang eine Strahlung ab, die nur wenige Millimeter weit recht. Der Vorteil gegenüber einer Bestrahlung von außen ist, dass Seeds genau die Prostata treffen und die umliegenden Organe, also Enddarm, Harnröhre und auch die Blase schonen.
Zwanzig Männer sind in Bochum bisher mit den Nadeln behandelt worden, so auch der 58-jährige Jan Olejok aus Dortmund:
" Viertel nach acht bin ich eingeschlafen worden und wurde um 14 Uhr wach. Ich hatte überhaupt keine Schmerzen. Gut, die erste Nacht, da war es für mich ein bisschen störend, aber das kann man aushalten, ich musste die Nacht mit dem Blasenkatheter im Bett verbringen, am Morgen wurde es dann entfernt. "
Das war vor drei Wochen. Für ihn war dies die Alternative zur Totaloperation oder zur Bestrahlung von außen. Eine Alternative, die mit erheblich weniger Nebenwirkungen verbunden ist.
Denn bei der herkömmlichen Bestrahlung von außen kann nicht so genau gezielt werden, die radioaktive Dosis ist erheblich größer und man zerstört daher auch gesundes Gewebe. Auch Nebenwirkungen kommen bei der Bestrahlung von außen häufig vor, beispielsweise durchfallähnliche Erkrankungen oder Beschwerden beim Wasserlassen.
Bei den Seeds wird hingegen genau das Zentrum des erkrankten Gewebes von der Strahlung getroffen, andere Organe nicht. Dabei ist die radioaktive Strahlung auch kein Problem für die Umgebung, meint der Urologe:
" Der Patient braucht nachher keine besonderen Schutzvorkehrungen treffen, weder für sich noch für die Familie oder am Arbeitsplatz. Nur als Beispiel: Ich selber brauche bei dieser Methode keinen zusätzlichen Schutz, Bleischürze etwa, gar nichts. (...) Nach 60 Tage haben die Titanstäbchen die Hälfte ihrer Strahlung verloren. Und nach einem Jahr können Sie überhaupt keine Strahlung mehr nachweisen. Das können sie mit dem Geigerzähler verifizieren. "
Die Titanstäbchen verbleiben dauerhaft im Körper. Doch nicht bei allen Krebsarten ist diese Behandlungsmethode möglich.
" In Frage kommen Patienten, bei denen dieses Karzinom noch im Anfangsstadium ist, die aber früher durch eine Totaloperation geheilt wurden. Bei einigen bösartigen Formen, Krebs unterscheidet sich ja auch, ist es dann leider Gottes nicht mehr möglich. Daher auch der Appell an die Männer: Rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Ab 45 sollte man eine Vorsorgeuntersuchung machen lassen, jährlich ein mal. "
Die Heilungsquote der neuen Methode beträgt laut Augusta-Klinik 80 Prozent. In vier Wochen hat Jan Olejok einen Termin im Krankenhaus. Dann wird er erfahren, ob der radioaktive Beschuss der Krebszellen bei ihm erfolgreich war.
" Es werden je nach Größe der Prostata und natürlich auch je nach Krebsart ca. 50-80 Seeds pro Patient während der Operation in die Prostata eingebracht. (...) Und unter Ultraschallkontrolle werden dann die Seeds implantiert. "
Dort geben sie dann monatelang eine Strahlung ab, die nur wenige Millimeter weit recht. Der Vorteil gegenüber einer Bestrahlung von außen ist, dass Seeds genau die Prostata treffen und die umliegenden Organe, also Enddarm, Harnröhre und auch die Blase schonen.
Zwanzig Männer sind in Bochum bisher mit den Nadeln behandelt worden, so auch der 58-jährige Jan Olejok aus Dortmund:
" Viertel nach acht bin ich eingeschlafen worden und wurde um 14 Uhr wach. Ich hatte überhaupt keine Schmerzen. Gut, die erste Nacht, da war es für mich ein bisschen störend, aber das kann man aushalten, ich musste die Nacht mit dem Blasenkatheter im Bett verbringen, am Morgen wurde es dann entfernt. "
Das war vor drei Wochen. Für ihn war dies die Alternative zur Totaloperation oder zur Bestrahlung von außen. Eine Alternative, die mit erheblich weniger Nebenwirkungen verbunden ist.
Denn bei der herkömmlichen Bestrahlung von außen kann nicht so genau gezielt werden, die radioaktive Dosis ist erheblich größer und man zerstört daher auch gesundes Gewebe. Auch Nebenwirkungen kommen bei der Bestrahlung von außen häufig vor, beispielsweise durchfallähnliche Erkrankungen oder Beschwerden beim Wasserlassen.
Bei den Seeds wird hingegen genau das Zentrum des erkrankten Gewebes von der Strahlung getroffen, andere Organe nicht. Dabei ist die radioaktive Strahlung auch kein Problem für die Umgebung, meint der Urologe:
" Der Patient braucht nachher keine besonderen Schutzvorkehrungen treffen, weder für sich noch für die Familie oder am Arbeitsplatz. Nur als Beispiel: Ich selber brauche bei dieser Methode keinen zusätzlichen Schutz, Bleischürze etwa, gar nichts. (...) Nach 60 Tage haben die Titanstäbchen die Hälfte ihrer Strahlung verloren. Und nach einem Jahr können Sie überhaupt keine Strahlung mehr nachweisen. Das können sie mit dem Geigerzähler verifizieren. "
Die Titanstäbchen verbleiben dauerhaft im Körper. Doch nicht bei allen Krebsarten ist diese Behandlungsmethode möglich.
" In Frage kommen Patienten, bei denen dieses Karzinom noch im Anfangsstadium ist, die aber früher durch eine Totaloperation geheilt wurden. Bei einigen bösartigen Formen, Krebs unterscheidet sich ja auch, ist es dann leider Gottes nicht mehr möglich. Daher auch der Appell an die Männer: Rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Ab 45 sollte man eine Vorsorgeuntersuchung machen lassen, jährlich ein mal. "
Die Heilungsquote der neuen Methode beträgt laut Augusta-Klinik 80 Prozent. In vier Wochen hat Jan Olejok einen Termin im Krankenhaus. Dann wird er erfahren, ob der radioaktive Beschuss der Krebszellen bei ihm erfolgreich war.