
Bei seiner jährlichen, größtenteils inszenierten Pressekonferenz betonte Putin in Moskau, das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um rund vier Prozent wachsen. Trotz Sanktionen habe es in den vergangenen beiden Jahren sogar um acht Prozent zugelegt. Im gleichen Zeitraum habe Deutschland null Prozent Wachstum gezeigt. Er räumte allerdings ein, dass es Probleme bei der Bekämpfung der Inflation gebe.
Putin versprach zugleich die Befreiung der russischen Grenzregion Kursk. Die ukrainischen Truppen würden vertrieben, er könne aber kein Datum nennen. Die Ukraine hatte im August in Kursk eine überraschende Militäroffensive gestartet und rund tausend Quadratmeter Land besetzt. Die Offensive war jedoch bald ins Stocken geraten.
Zum Sturz des syrischen Machthabers Assad sagte Putin, er sehe darin keine Niederlage für Russland. Russische Truppen seien vor zehn Jahren nach Syrien gegangen, um die Entstehung einer terroristischen Enklave zu verhindern. Im Großen und Ganzen sei dieses Ziel erreicht worden.
Putin hält jedes Jahr eine live im Fernsehen übertragene Pressekonferenz ab, während derer er sich den Fragen zu unterschiedlichsten Themen stellt. Nach Angaben des Kreml gingen im Vorfeld rund 1,7 Millionen Fragen für den sogenannten "Bürgerdialog" ein. Die Veranstaltung ist weitgehend inszeniert.
Diese Nachricht wurde am 20.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.