"Mein Name ist Bernhard Hoëcker. Die einen kennen mich vielleicht aus "Genial daneben", und ich habe auch das Glück, bei "Switch reloaded" in die verschiedensten Rollen schlüpfen zu dürfen. Aber mein Klassiker das ist: Rondò Veneziano.
Das mag jetzt überraschen, aber ich habe als Kind sehr viel Klassik meiner Eltern gehört und mich selber natürlich eher so der damaligen Kindermusik verschrieben gesehen. Und mit Rondò Veneziano hatte ich das erste Mal die Kombination aus Klassik oder Pop oder Rock.
Heute höre ich das nicht mehr aber es bleiben noch Reste dieser alten Erfahrung in meinem jetzigen Leben, denn ich liebe immer noch Klassik, höre gerne Klassik, aber vor allen Dingen: Heavy Metal.
Da aber das Bombastische, das heißt, die Geigen haben an Bedeutung verloren, dafür das Schlagzeug und die E-Gitarre an Bedeutung gewonnen.
Wenn es läuft, sitze ich sofort wieder auf dem Sessel im Wohnzimmer meiner Eltern und habe die Platte in der Hand, die mit unglaublich vielen Rosa-Tönen – was, glaube ich, Anfang der 80er total hip war – diese Band mit diesen weißen wallenden Haaren abgebildet und gezeichnet hatte. Und die modernen Metal-Platten, die sehen ja auch so aus, auch gezeichnet, nur haben die keine Haare mehr, weil die halt schon skelettierte Köpfe darstellen.
Das Erlebnis, das ich mit Rondò Veneziano immer wieder habe ist: Wenn ich erzähle, dass ich das damals gehört habe, gucke ich immer in Gesichter, die irgendwas zwischen Fassungslosigkeit, Schockstarre, Mitleid taucht gerne mal drin vor, Abneigung habe ich auch schon erkannt, das alles sehe ich dann in den Leuten. Deshalb habe ich jetzt neue Freunde und denen werde ich das niemals erzählen.
Nein! Kaufhausmusik sind künstliche Instrumente, währenddem bei Rondò Veneziano ein ganzes Orchester, teilweise sehr rhythmisch schnell mit elektroverstärkten Saiteninstrumenten Geräusche erzeugt.
Wenn ich ganz ehrlich bin, ist der Begriff "Kitschnudel" für meine Person voll zutreffend.
Ist der Begriff "Kitschnudel" voll zutreffend! Ich hatte zu dieser Zeit auch Sahm-Bilder an der Wand hängen. Das sind diese Bilder, wo irgendwie so riesige Brücken in Täler voller Nebel verschwinden und Menschen an riesigen Scheiben auf Landschaften gucken, die extrem kitschig sind. Und da ich totaler Bergbegeisterter bin, stehe ich auch sehr gerne an Felsen und schaue auf irgendeine eine Nebelwand. Da kann ich eine Menge Freude draus ziehen.
Rondò Veneziano verbindet Klassik und Moderne. Und ich selber glaube, dass der Mensch ja nicht fest ist, sondern sich in ständiger Veränderung befindet und immer ein Stück Vergangenheit mit sich herumträgt, um ein Stück in die Zukunft zu gehen. Da das heute noch mein Prinzip ist, ist Rondò Veneziano quasi das Prinzip meines jetzigen Daseins."
Songausschnitte
Rondò Veneziano: "La Serenissima”
Judas Priest: "Painkiller”
Rondò Veneziano: "Rondò Veneziano”
Iron Maiden: "The Number of the Beast”
Rondò Veneziano: "Seduzione”
Das mag jetzt überraschen, aber ich habe als Kind sehr viel Klassik meiner Eltern gehört und mich selber natürlich eher so der damaligen Kindermusik verschrieben gesehen. Und mit Rondò Veneziano hatte ich das erste Mal die Kombination aus Klassik oder Pop oder Rock.
Heute höre ich das nicht mehr aber es bleiben noch Reste dieser alten Erfahrung in meinem jetzigen Leben, denn ich liebe immer noch Klassik, höre gerne Klassik, aber vor allen Dingen: Heavy Metal.
Da aber das Bombastische, das heißt, die Geigen haben an Bedeutung verloren, dafür das Schlagzeug und die E-Gitarre an Bedeutung gewonnen.
Wenn es läuft, sitze ich sofort wieder auf dem Sessel im Wohnzimmer meiner Eltern und habe die Platte in der Hand, die mit unglaublich vielen Rosa-Tönen – was, glaube ich, Anfang der 80er total hip war – diese Band mit diesen weißen wallenden Haaren abgebildet und gezeichnet hatte. Und die modernen Metal-Platten, die sehen ja auch so aus, auch gezeichnet, nur haben die keine Haare mehr, weil die halt schon skelettierte Köpfe darstellen.
Das Erlebnis, das ich mit Rondò Veneziano immer wieder habe ist: Wenn ich erzähle, dass ich das damals gehört habe, gucke ich immer in Gesichter, die irgendwas zwischen Fassungslosigkeit, Schockstarre, Mitleid taucht gerne mal drin vor, Abneigung habe ich auch schon erkannt, das alles sehe ich dann in den Leuten. Deshalb habe ich jetzt neue Freunde und denen werde ich das niemals erzählen.
Nein! Kaufhausmusik sind künstliche Instrumente, währenddem bei Rondò Veneziano ein ganzes Orchester, teilweise sehr rhythmisch schnell mit elektroverstärkten Saiteninstrumenten Geräusche erzeugt.
Wenn ich ganz ehrlich bin, ist der Begriff "Kitschnudel" für meine Person voll zutreffend.
Ist der Begriff "Kitschnudel" voll zutreffend! Ich hatte zu dieser Zeit auch Sahm-Bilder an der Wand hängen. Das sind diese Bilder, wo irgendwie so riesige Brücken in Täler voller Nebel verschwinden und Menschen an riesigen Scheiben auf Landschaften gucken, die extrem kitschig sind. Und da ich totaler Bergbegeisterter bin, stehe ich auch sehr gerne an Felsen und schaue auf irgendeine eine Nebelwand. Da kann ich eine Menge Freude draus ziehen.
Rondò Veneziano verbindet Klassik und Moderne. Und ich selber glaube, dass der Mensch ja nicht fest ist, sondern sich in ständiger Veränderung befindet und immer ein Stück Vergangenheit mit sich herumträgt, um ein Stück in die Zukunft zu gehen. Da das heute noch mein Prinzip ist, ist Rondò Veneziano quasi das Prinzip meines jetzigen Daseins."
Songausschnitte
Rondò Veneziano: "La Serenissima”
Judas Priest: "Painkiller”
Rondò Veneziano: "Rondò Veneziano”
Iron Maiden: "The Number of the Beast”
Rondò Veneziano: "Seduzione”