Mexiko-Stadt
Radar-Satellit zeigt Absinken der Stadt so deutlich wie noch nie

Mexiko-Stadt sinkt ab, einige Stadtteile sogar um bis zu 2,5 Zentimeter pro Monat. Das zeigen Satellitendaten der NASA und zwar neuerdings in Echtzeit.

    Die Kathedrale Metropolitana in Mexiko-Stadt
    Die Kathedrale Metropolitana in Mexiko-Stadt. (Archivbild) (dpa / picture alliance / Héctor López)
    Denn der Radarsatellit NISAR, der seit Juli 2025 im All ist, kann Änderungen der Erdoberfläche im Minutentakt verfolgen, auch durch dichte Vegetation hindurch.
    Dass Mexiko-Stadt absinkt, weiß man schon seit über einhundert Jahren. Grund ist: der sinkende Grundwasserspiegel. Da, wo heute Mexiko-Stadt ist, lag früher ein See. Der Boden unter der Stadt ist deshalb sehr weich und wenn daraus dann mehr Wasser abgepumpt wird als sich natürlicherweise wieder auffüllen kann, dann verhärtet sich die lehmige Erde und der Boden sinkt ab. Das ist auch im Stadtbild deutlich zu sehen, zum Beispiel weil Gebäude schief stehen. (Oder bei der Säule des "Engels der Unabhängigkeit". Zu dem Denkmal hoch führt eine Treppe. Seit es 1910 fertiggestellt wurde, mussten 14 zusätzliche Treppenstufen hinzugefügt werden - weil sich der Boden um das Denkmal herum nach und nach abgesenkt hat.)
    Fachleute sagen, dass der NISAR-Satellit jetzt zwar größere Aufmerksamkeit auf das Problem lenkt, aber eine echte Lösung ist nicht in Sicht. Denn dafür müsste man weniger Grundwasser entnehmen, auf das die Menschen in Mexiko-Stadt aber angewiesen sind.
    Diese Nachricht wurde am 09.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.