Flandern-Rundfahrt
Radprofi Tadej Pogacar und anderen droht Strafe - Rotes Warnlicht an Bahnübergang ignoriert

Die Staatsanwaltschaft Ostflandern hat alle Radprofis des Bahnschranken-Vorfalls bei der Flandern-Rundfahrt identifiziert. Ihnen droht eine Bestrafung.

    Tadej Pogacar jubelt bei der Zieleinfahrt über seinen Sieg und reckt dabei den rechten Arm mit einer Faust hoch.
    Tadej Pogacar siegt bei der Flandern-Rundfahrt. Es droht aber ein Nachspiel, weil er ein Warnlicht an einem Bahnübergang missachtet hat. (Eric Lalmand / Belga / dpa )
    Bei dem Rennen hatten mehrere Fahrer, darunter der spätere Sieger Tadej Pogacar und Olympiasieger Remco Evenepoel, ein rotes Warnlicht ignoriert und kurz vor dem Absenken der Schranke einen Bahnübergang überquert.
    Die Behörde teilte mit, man werde auf Grundlage der Ermittlungen über eine strafrechtliche Verfolgung entscheiden. An einer roten Ampel nicht zu stoppen, gefährde die Sicherheit sowohl der Fahrer als auch Dritter. Solche Verstöße seien auch im sportlichen Kontext inakzeptabel.
    Den Fahrern drohen laut Medienberichten der Entzug des Führerscheins für mindestens acht Tage sowie eine Geldstrafe. Mit einer Disqualifikation, die laut Reglement des Radsport-Weltverbandes möglich wäre, müssen die Radprofis wohl nicht rechnen.
    Pogacar hatte nach dem Rennen gesagt, die Fahrer seien von der Rennleitung zu spät informiert worden. Für eine Vollbremsung an dem Bahnübergang sei die Vorwarnzeit zu kurz gewesen, die Gefahr eines Sturzes zu groß.
    Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.