"New York Times"
Raketenarsenal des Iran in besserem Zustand als von Washington behauptet

Das Raketenarsenal des Iran ist nach Recherchen der "New York Times" in deutlich besserem Zustand als von der US-Regierung angegeben.

    Das Foto von der iranischen Revolutiongsarde stammt von März 2026 und soll den Start einer iranischen Rakete zeigen.
    Das iranische Raketenarsenal ist laut "New York Times" bei weitem nicht so dezimiert, wie US-Präsident Trump behauptet hat. (AFP / -)
    Die Zeitung beruft sich auf Informationen amerikanischer Geheimdienste. Demnach hat sich der Iran nach den Angriffen der USA und Israels inzwischen wieder Zugang zu den meisten Raketenstellungen, Abschusseinrichtungen und unterirdischen Lagern verschafft. Es sei davon auszugehen, dass die Islamische Republik mehr als zwei Drittel ihres Raketenarsenals von vor dem Krieg behalten habe. Recherchen der "Washington Post" ergeben ein ähnliches Bild. Als besonders beunruhigend wird laut "New York Times" eingestuft, dass der Iran wieder über den Zugang zu fast allen der mehr als 30 Raketenstellungen entlang der Straße von Hormus verfüge - was eine Gefahr für die Schifffahrt durch die Meerenge bedeute.
    US-Präsident Trump hatte im März - kurz nach Beginn der Angriffe auf den Iran - erklärt, dass dessen Raketen fast vollständig zerstört seien. Ähnlich äußerte sich Verteidigungsminister Hegseth.
    Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.