US-Jazzmusiker
Ralph Towner im Alter von 85 Jahren gestorben

Der US-Jazzgitarrist Ralph Towner ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren in seiner Wahlheimat Rom, wie ein Sprecher seines Musiklabels ECM Records der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Towner prägte mit der Band Oregon den progressiven Jazz.

    Ralph Towner (Gitarre, Klavier, Synthesizer, Trompete) steht ganz links während eines Konzerts in Warschau auf der Bühne, rechts die anderen Mitglieder der Band "Oregon".
    Der Jazzgitarrist Ralph Towner starb im Alter von 85 Jahren. (Jacek Turczyk / dpa / Jacek Turczyk)
    In der 1970 gegründeten Gruppe spielte Towner Keyboard und Gitarre und wirkte als Komponist mit. In der Szene der zeitgenössischen, Improvisations- und Weltmusik gilt das Band-Quartett Oregon als bahnbrechend. "Es ist ungemein aufregend, in dieser Gruppe mitzuwirken", sagte Towner im Jahr 2000 der Branchen-Website "Innerviews". "Wir können alles spielen, von der Zwölfton-Tradition über atonal klingende Musik bis hin zu Polkas, Tangos und allem anderen, was einem so begegnet."
    Towners Werk umfasst darüber hinaus Soloalben und weitere Duo- und Bandprojekte sowie die Mitarbeit an Alben anderer Musiker. Er habe "unverwechselbare Klangsprachen" entwickelt, heißt es in einem Porträt des Labels ECM, das mehr als 40 Jahre lang seine Musik veröffentlichte. Seinen Gitarrenstil beschrieb Towner selbst als "pianistisch". Das Label nannte ihn auch in seinem Schaffen als Komponist "einzigartig": Towner habe barocke Kontrapunktik, Rhythmen und Melodien, die von der brasilianischen Musik und der Jazztradition inspiriert sind, mit einem ganz persönlichen Ansatz verknüpft. 
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.