
In der weltweiten Rangliste von Reporter ohne Grenzen stieg die Bundesrepublik um drei Plätze ab und liegt damit nur noch auf Platz 14. Die Journalistenvereinigung erklärte, dass Deutschland erneut Plätze verliere, sei auch Ausdruck eines aufgeheizten Klimas. Bei der Berichterstattung über rechtsextreme Milieus oder den Krieg in Gaza berichteten viele Journalisten von starkem Druck, hitzigen Debatten und der Sorge, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. Die Lage in Deutschland sei damit insgesamt nur "zufriedenstellend".
Auch weltweit verschlechterte sich die Situation nach Angaben von Reporter ohne Grenzen. Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit falle mehr als die Hälfte aller Länder in die beiden schlechtesten Kategorien "schwierig" und "sehr ernst". Zum zehnten Mal in Folge belegt Norwegen den ersten Platz der Rangliste. Schlusslicht ist Eritrea im Nordosten Afrikas.
In Syrien verbesserte sich die Situation nach dem Sturz des Assad-Regimes im Vergleich aller Länder am deutlichsten, das Land kletterte von Rang 177 auf 141. Am stärksten rutschte das westafrikanische Niger ab, um 37 Plätze auf Rang 120. Dieser Absturz stehe sinnbildlich für die sich verschlechternde Situation der Pressefreiheit in der gesamten Sahel-Region, erklärte RSF.
Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
