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StartseiteCampus & KarriereRCDS fordert Studiengebühren07.11.2003

RCDS fordert Studiengebühren

Gelder müssen direkt in die Verbesserung der Lehre fließen

<strong> Der RCDS, der Ring Christlich-Demokratischer Studenten prescht vor. Auf dem CDU-Bundesparteitag soll ein Papier als Initiativantrag eingebracht werden, das direkte Studiengebühren fordert. Ein Streitgespräch zwischen der RCDS-Bundesvorsitzenden Barbara von Wnuk-Lipinsky und der Bundestagsabgeordneten Grietje Bettin, Bündnis 90/Die Grünen. </strong>

Patrick Honecker

Barbara von Wnuk-Lipinski, Bundesvorsitzende  des RCDS (rcds-intern.de)
Barbara von Wnuk-Lipinski, Bundesvorsitzende des RCDS (rcds-intern.de)
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Das Streitgespräch als MP3-Datei

Die Forderung des RCDS nach Studiengebühren begründet die Bundesvorsitzende Wnuk-Lipinsky so: "Wir haben im Augenblick eine Ungerechtigkeit, die in Deutschland sehr früh anfängt: Für Kindergärten muss man bezahlen, aber die angehenden Akademiker, die später mehr Geld verdienen, werden als andere, können kostenlos studieren." Die Einführung von Studiengebühren soll nach dem Willen des RCDS an drei Bedingungen geknüpft sein: Sozial Schwache sollen ein so genanntes Fleißstipendium bekommen, bei guten Noten sollen sich also die Studiengebühren reduzieren. Zweitens müssen die Gelder direkt an die Hochschule fließen und dort drittens direkt in die Lehre investiert werden. Die Studiengebühren sollen in ein Gesamtkonzept eingebunden werden, sagt Wnuk-Lipinsky: "Wenn man glaubt, dass Studiengebühren alleine die Hochschulen retten, dann liegt an falsch. Man muss sich um private Investoren kümmern, und man muss zum Beispiel auch das Stipendienwesen ändern."

Bundestagsabgeordnete Grietje Bettin von Bündnis 90/Die Grünen ist zum jetzigen Zeitpunkt gegen Studiengebühren, allerdings nicht grundsätzlich: "Wir haben die Position, dass das Erststudium kostenfrei bleiben muss. Natürlich sehen auch wir, das hat PISA gezeigt, dass in Deutschland der Bildungszugang stark von der sozialen Herkunft abhängig ist und dass die Grundlagen für die Bildungsbiographie in der frühkindlichen Phase gelegt werden. Wir als Grüne müssen natürlich auch bereit sein, darüber nachzudenken: Wie schaffen wir es, im bestehenden System zu mehr Geld für Stärkung der frühkindlichen Phase zu kommen. Da muss man sich mittel- bis langfristig Gedanken darüber machen, ob Studierende, die bisher überproportional vom öffentlichen Bildungswesen profitieren, vielleicht doch einbezogen werden müssen. Man muss diese Debatte sehr differenziert führen."

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